👨‍⚕️ Wie du Verspannungen gezielt bekämpfst (Speziell die Nackenverspannung)

4. Mai 2018

Die Wahrscheinlichkeit ist relativ hoch, dass auch du Verspannungen kennst. Egal ob im Rücken- oder Nackenbereich. Einer erlebt sie täglich und ein anderer verspürt sie kaum – aber was sind Verspannungen und wodurch werden sie ausgelöst?
Nachfolgend erkläre ich dir in welchem Verhältnis Bewegung zu Verspannungen steht, welche Rolle die Psyche dabei spielt und wie wichtig Entspannung für deinen Körper ist.  
Für die meisten Verspannungen gibt es Ursachen, die sich schon durch einfache Fragen und Antworten beheben lassen und an denen du arbeiten kannst.

Wir beide zusammen kennen mindestens eine handvoll Menschen, die seit Jahren wiederkehrende Nacken-/Rückenverspannungen haben und sich Tag täglich darüber ärgern. Wiederkehrende Verspannungen können sogar chronisch werden, darauf hast du sicherlich keine Lust – denn ein gesundes und schmerzfreies Leben streben wir sicherlich alle an.

Was sind Verspannungen?

Eine Verspannung entsteht hauptsächlich durch eine dauerhafte Tonuserhöhung eines Muskels. Normalerweise arbeiten Muskelfasern durch Kontraktion. Bei einer Verspannung bleibt der Muskel dauerhaft zusammengezogen.

Diese Anspannung führt dazu, dass der Muskel verspannt und verkrampft. Er wird nicht mehr richtig durchblutet.

Daraus resultiert das typische Verspannungsgefühl.

Dieser Vorgang löst oft Kettenreaktionen aus, sodass benachbarte oder umliegende Muskelgruppen mit betroffen sein können.
Jede einzelne Muskelpartie oder -gruppe und jeder Muskelstrang kann betroffen sein. Sehr oft sind es Muskeln aus dem Nackenbereich sowie der Schulterblattheber, Trapez- und der Obergrätenmuskel, zwischen den Schulterblättern (Rhomboiden-Gruppe), Lenden und im ISG-Bereich.

Was sind die Ursachen von Verspannungen?

Hierfür gibt es zahlreiche Ursachen, wir benennen nur die Häufigsten:

    • schlechte Körperhaltung am Arbeitsplatz oder im Alltag
    • psychische-Belastungen
    • schlechte Schlafunterlage und Körperlage beim Schlafen
    • Fehlstellungen durch den Sport, ob angeboren, einseitige Belastungen im Job, bei bestimmten Übungen oder ein Schulter- und Beckenschiefstand
    • Bewegungsmangel im Alltag – (lässt sich durch 10.000 Schritte reduzieren)
    • Übergewicht belastet die Gelenke und Muskeln
    • Ängste und Sorgen lassen Muskeln verspannen
    • Verletzungen durch Schutzmechanismen des Körpers
    • zu schwache Muskulatur, Dysbalancen verschiedener Muskelgruppen
    • wenig Bewegung im Alltag/Beruf
    • Zugluft kühlt die Muskeln und zieht die Muskulatur zusammen
    • Erkrankungen der Wirbelsäule, zB. Bandscheibenvorfall
    • Mineralstoffmangel
    • geringe Wasserzufuhr

Wie kann ich Verspannungen lösen?

Zuerst solltest du nach den Ursachen suchen, dabei kann dir die oben genannte Checkliste helfen. Bewegst du dich im Alltag zu wenig, weil du 8-10 Std. am Computer arbeitest, wird sich dein Rücken oder Nacken eher bemerkbar machen. Herkömmliche Mittel wie Wärmflaschen, Wärmepflaster oder bestimmte Salben können kurzzeitige Linderung verschaffen. Sie bekämpfen allerdings nicht die Ursache.
Das kannst letztendlich nur du allein.
Nackenverspannung und RuheDie herkömmlichen Mittel können unterstützend helfen, denn jeder Mensch nimmt Reize anders wahr. Tue immer das, was dir gut tut!

Mobilisations- und Dehnübungen solltest du täglich in deinen Alltag integrieren. Sie sind die beste Prävention gegen Verspannungen und sogar andere körperliche Beschwerden.

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Massagen sind eine weitere Möglichkeit akute Verspannungen zu lockern. Sie hilft dir vor allem dabei, deinen Körper runterzufahren und dich zu entspannen. Eine wohltuende Massage aktiviert den Parasympathikus. Er ist bekannt als Ruhenerv und kann eine Tiefenentspannung einleiten. Die Muskulatur senkt ihren Muskeltonus und reduziert den Stress. Daher fühlt man sich nach einer guten Massage oft fix und fertig.

Es gibt auch Menschen, die Massagen als unangenehm empfinden – auch hier gilt: probieren geht über studieren.

Die Nackenverspannung

In diesem Artikel werden dir einige mögliche Symptome beschrieben, für mich gibt es noch 2 weitere Ursachen:

1. Schlechte Körperhaltung

Bei schlechter Körperhaltung ist die BWS oft eingerundet. Durch diese Position schiebt sich der Kopf automatisch nach vorn und es entsteht ein sogenannter ,,Geierhals”.Die Nackenmuskeln sind also die ganze Zeit über, durch die Zugbelastung des Kopfes nach vorn, angespannt.

Um das besser nachzuvollziehen, probiere doch mal folgendes:

  • runde deine BWS ein
  • schiebe den Kopf ein wenig nach vorn
  • lasse die Schulter nach vorn hängen

Fasse nun mit beiden Händen an deinen Nacken und du wirst merken wie angespannt und fest dieser ist.

Das ist die Position, die du im Alltag unbedingt vermeiden solltest.

Wie geht’s richtig? Checkliste

  • Die Schultern hoch und nach hinten unten ziehen
  • Kinn zum Kehlkopf ziehen (daraus ergibt sich ein Drei-Doppelkinn)
  • Die BWS in Streckung bringen, also Brust raus

Fasse nun ein zweites Mal an deinen Nacken und du wirst merken, dass er wesentlich entspannter ist. Mit dieser Methode kannst du die Position deines Kopfes selbst im Alltag korrigieren.

Auch hier können dir zahlreiche Dehn- und Mobilisationsübungen helfen, deine Nacken- und Schultermuskeln besser zu durchbluten.

2. Psychische Belastung

Kennst du Stress und innere Getriebenheit durch Arbeit, Familie, Geld, finanziellen Druck, Sorgen oder Ängste?
Das kann sehr belastend für deine Psyche sein. Daraus resultiert eine innere Angespanntheit, die bestimmt jeder von uns kennt. Bist du innerlich angespannt, ist auch das eine Ursache für häufige Rücken- und Nackenverspannungen.

Sicher kennst du auch Sprichwörter wie ,,Die Last von den Schultern nehmen” Oder ,,da fällt mir aber ein Stein vom Herzen.”

Leidet deine Gesundheit unter den o.g. Aspekten, solltest du unbedingt etwas ändern. Nehme dir eine Auszeit nur für dich – auch an stressigen Tagen.
Reflektiere für dich den Tag oder gar die letzten Wochen: Warum war ich so gestresst? Welche Ursachen sind verantwortlich? Was kann ich daran ändern?
Heutzutage sind wir ständig gestresst und nur am machen. Im Leben musst auch du dir Zeitfenster einbauen, in denen du dich entspannst.
Sei es ein warmes Bad, Sauna, Massagen, Meditationen, ein Spaziergang in der freien Natur oder Treffen mit Freunden.

Schalte öfter mal ab und vergiss den Alltagsstress

Relaxen bei Verspannungen wirkt WunderDer Mensch ist keine Maschine. Ich persönlich kannte das nur zu gut. Ich hatte bereits in jungen Jahren derartige Rückenverspannungen. Die psychische Belastung wurde immer größer und damit auch die Sorgen um meine Rückenschmerzen.
Du gerätst schnell in einen Teufelskreislauf.
Die Psyche ist heute leider immernoch ein sehr unterschätzter Faktor.

Fazit:

Es gibt viele verschiedene Ursachen für Verspannungen. Finde Deine Ursache und Deinen Weg diese zu bekämpfen.

Wenn ich dir eines in diesem Artikel mitgeben darf, dann das folgende: Nimm deine Gesundheit selbst in die Hand und schreibe Deine eigene Erfolgsgeschichte.

Hast du bereits Erfolge erzielt? Berichte uns gern davon! Eine Erfolgsgeschichte ist es immer wert, erzählt zu werden!

Quellen:

  1. https://www.focus.de/gesundheit/ratgeber/immunsystem/autoimmunerkrankungen/alarmierende-zahlen-13-millionen-deutsche-leiden-an-chronischen-schmerzen_aid_1069909.html
  2. https://de.wikipedia.org/wiki/Halswirbels%C3%A4ule
  3. https://www.neurologen-und-psychiater-im-netz.org/psychiatrie-psychosomatik-psychotherapie/ratgeber-archiv/meldungen/article/angst-und-depressive-symptome-koennen-anhaltende-rueckenschmerzen-verursachen/
  4. http://www.nsosp.org/de/Spannungsspiel-des-Lebens/Psychosomatische-Verspannungen-durch-Stress_de.php
  5. https://www.praxisvita.de/verspannungen-1526.html
  6. https://www.lifeline.de/themenspecials/muskel_gelenkbeschwerden/verspannung/
  7. https://de.wikipedia.org/wiki/Verspannung
 

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Hinweis

Alle hier veröffentlichten Empfehlungen sind nach bestem Wissen und Gewissen erwogen und geprüft. Sie sind nur für gesunde Erwachsene gedacht, die älter sind als 18 Jahre. Keiner der hier veröffentlichten Artikel kann einen Ersatz für individuellen medizinischen Rat bieten. Bitte konsultiere stets einen Arzt, bevor Du mit einem oder mehreren der hier vorgestellten Trainings-, und/oder Ernährungsprogramme beginnst. Dies gilt besonders dann, wenn Du in der Vergangenheit bereits Beschwerden gehabt haben solltest oder Verletzungen vorlagen.


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